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Hund allein lassen: 4 praktische Tipps

Hunde sind Rudeltiere und werden von ihrem Herrchen oder Frauchen in der Regel nur äußerst ungern alleingelassen. Sie benötigen viel sozialen Kontakt, um sich wohlzufühlen. Deshalb sollten Sie Ihren Hund, wenn möglich, nicht allzu lange allein lassen – das heißt: nicht länger als 4-5 Stunden am Stück.

In manchen Fällen ist ein Alleinlassen jedoch nicht vermeidbar. Möglicherweise sind Hunde in einem bestimmten Restaurant oder auf der Arbeit nicht erwünscht oder Sie müssen verreisen und können Ihren Liebling nicht mitnehmen.

Wie Sie es schaffen, Ihren Hund allein zu lassen, ohne dass er die ganze Wohnung verwüstet oder die Nachbarn durch lautes Gebell zur Weißglut bringt, lesen Sie in unserem Ratgeber.

1. Hund kann nicht alleine bleiben: Die Gründe

Es liegt in der Natur eines Hundes und ist auf immer noch vorhandene Urinstinkte zurückzuführen, dass Hunde ungern allein bleiben.

Das Zusammenleben in einer Gruppe bietet Sicherheit und Schutz. Jedes Teil des Rudels hatte bestimmte Aufgaben, die zur Gemeinschaft beitrugen. Wenn bestimmte Rudeltiere zurückgelassen wurden, dann passierte das in der Regel, weil sie krank oder schwach waren und das Rudel sie aufgegeben hat.

Diese Urängste kommen bei Hunden erneut zum Vorschein, wenn Herrchen oder Frauchen die Tür zuziehen und die Tiere „ihrem Schicksal überlassen.“

Dabei lassen sich zwei Typen feststellen, die unterschiedliche Herangehensweisen erfordern:

  • Hunde mit Trennungsangst: Sie reagieren mit Trauer, Heulen oder Stubenunreinheit. Kommt das Herrchen oder Frauchen wieder nach Hause, erfolgt zur Beschwichtigung eine demütige Begrüßung.

    Hunde mit Trennungsangst stammen oft aus dem Tierschutz und sind dadurch traumatisiert, dass ihnen der Vorbesitzer bzw. die Vorbesitzerin abhandengekommen sind. Oftmals sind die Gründe für die Trennungsangst auch darin zu finden, dass sie zu früh vom Muttertier und ihrem Wurf getrennt wurden.

    Hier hilft nur ein ausgiebiges Training, um die Trennungsangst Stück für Stück abzumildern.

  • Hunde mit Kontrollverlust: Sie legen ein aggressives Verhalten an den Tag, wenn sie alleingelassen werden. Dazu gehören lautes Kläffen und das Zerbeißen von Kleidungsstücken oder Möbelstücken. Das Herrchen oder Frauchen wird nach seiner/ihrer Rückkehr zur „Strafe“ stürmisch begrüßt und angesprungen.

    Hunde mit Kontrollverlust sind erbost und aufgebracht darüber, dass sie zu einem Ausflug nicht mitgenommen wurden, denn sie sehen es als ihre Aufgabe, auf ihr Herrchen oder Frauchen aufzupassen.

    Beim Training kommt es deshalb darauf an, den Tieren klarzumachen, dass Sie der Anführer sind und ihre Abwesenheit eine Selbstverständlichkeit ist. Der Hund muss lernen, sich um sich selbst zu kümmern und sich selbst zu beschäftigen.

Unser Tipp: Machen Sie kein großes Aufheben, wenn Sie die Wohnung oder das Haus verlassen, denn das verleiht dem Abschied und dem Alleinsein eine zusätzliche Bedeutung und Brisanz. Ihr Hund sollte sich möglichst früh daran gewöhnen, dass es ein völlig normaler Vorgang ist, wenn Sie ihn allein lassen und dass allein Sie entscheiden, ob und wann Sie aus Ihrem Heim hinausgehen.

2. Hund bellt, wenn er allein ist: Gefahren und Probleme

Jede Fellnase reagiert unterschiedlich, wenn sie alleingelassen wird. Manche Hunde akzeptieren das Alleinsein recht schnell, legen sich schlafen oder widmen sich ihrem Kauspielzeug.

Andere Hunde werden nervös und legen verschiedene ungewöhnliche Verhaltensweisen an den Tag, die allesamt durch Stress ausgelöst werden.

Dazu gehören neben Bellen, Heulen und Winseln unter anderem diese Reaktionen:

  • unruhiges Hin- und Herlaufen

  • Kratzen an Türen und Fenstern

  • Erbrechen oder Durchfall oder Absetzen von Urin

  • Zerstörung von Gegenständen

Denken Sie daran: Ein Hund, der sein Herrchen oder Frauchen durch Bellen zurückzurufen versucht, tut dies in aller Regel nicht, um seine Macht oder Dominanz zu demonstrieren, sondern schlicht und einfach aus Stress bzw. Angst um sein Leben. Haben Sie Verständnis mit dem Tier und versuchen Sie, sich in seine Lage zu versetzen. Gemeinsam werden Sie eine gute Lösung für diese Situation finden.

Hund allein lassen: 4 praktische Tipps

3. Hund allein lassen üben: Tricks und Tipps, damit es doch noch klappt

Die gute Nachricht zuerst: Es ist möglich, Hunden das Alleinbleiben anzutrainieren, auch noch im hohen Alter. Hierzu gibt es verschiedene Tricks, Tipps und Techniken, von denen wir Ihnen hier einige vorstellen möchten:

  • der Liegeplatz: Richten Sie Ihrer Fellnase einen persönlichen „Wohlfühlort“ ein, zum Beispiel eine gemütliche Hundehöhle, in der sie es liebt, Zeit zu verbringen. Der Platz sollte sich an einem möglichst ruhigen Ort befinden (nicht im Flur oder im Eingangsbereich), wo Ihr Hund ungestört ist. Lehren Sie ihn, auf diesem Liegeplatz zu bleiben, wenn Sie den Raum verlassen und belohnen Sie ihn mit einem Leckerli.

  • das Halstuch: Kündigen Sie Ihrem Hund Trennungszeiten durch bestimmte Signale klar an, damit er sich darauf einstellen kann und lernt, die Zeit für seine Entspannung zu nutzen. Ein mögliches Ritual ist das Anlegen eines Halsbandes mit einem angenehmen Duft oder das Abspielen einer bestimmten Musik. In Kombination mit dem Liegeplatz als Sicherheitszone wird Ihr Hund nach und nach merken, dass er auch glücklich und zufrieden sein kann, wenn er allein gelassen wird.

  • Austoben hilft: Machen Sie vor dem Alleinsein noch einmal einen ausgiebigen Spaziergang mit Ihrem Liebling, fordern Sie ihn durch Apportieren oder „Schnüffelspiele“. Ein körperlich und geistig ausgelasteter Hund wird sich eher zur Ruhe legen und die Zeit ohne Sie zur Entspannung nutzen.

  • sinnvolle Beschäftigung: Geben Sie der Langeweile keine Chance, wenn Sie Ihren Liebling allein lassen. Legen Sie ausreichend Kauspielzeug bereit (Vorsicht, dass Ihr Hund sich nicht daran verletzen oder verschlucken kann). Gut zum Zeitvertreib geeignet sind auch Geschicklichkeitsspiele (z.B. „Kong“), die mit Snacks befüllbar sind und ihre Fellnase für längere Zeit beschäftigen.

  • keine Bestrafung: Seien Sie nachsichtig, falls Ihr Hund Probleme mit dem Alleinsein hat, in die Wohnung uriniert oder Einrichtungsgegenstände zerstört. Er macht das nicht, um Sie zu ärgern, sondern weil er noch kein Ventil gefunden hat, um mit dem Stress fertig zu werden. Glauben Sie an Ihren Vierbeiner und setzen Sie das Training konsequent fort.

4. Welpen allein lassen: Besonderheiten bei jungen Hunden

Gerade bei jüngeren Hunden lassen sich Verhaltensweisen besonders gut antrainieren, da die entsprechenden Hirnstrukturen und Erfahrungswerte noch nicht so weit gefestigt sind wie bei älteren Tieren.

Dennoch gibt es Einiges zu beachten, wenn Sie Welpen allein lassen möchten:

  • Lassen Sie Ihrem Hundebaby zunächst ausreichend Zeit, um die ungewohnte Umgebung mit all den neuen Gerüchen und Geräuschen kennenzulernen und sich daran zu gewöhnen.

  • Ab einem Alter von ca. 5 Monaten können Sie damit beginnen, das Zimmer zu verlassen und den Welpe allein zu lassen – aber bitte ohne große Dramatik. Ihr Hund sollte dabei satt sein und sich erleichtert haben.

  • Hat sich Ihr Junghund daran gewöhnt, innerhalb der Wohnung allein zu bleiben, können Sie auch das Haus verlassen. Auch hier gilt: Gehen Sie einfach hinaus und verzichten Sie auf große Abschiedszeremonien. Bleiben Sie auch beim Zurückkommen möglichst „cool“. Ihr Welpe muss lernen, dass es das Normalste der Welt ist, allein zu bleiben.

  • Starten Sie mit fünf Minuten und steigern Sie die Dauer allmählich. Für einen Zeitraum von über zwei Stunden sollten Sie jedoch einen Hundesitter engagieren.

  • Gut ist es, wenn Sie das Training immer zur gleichen Zeit durchführen (idealerweise in Ihren Arbeitszeiten), damit Ihr Hund sich an die Tageszeit gewöhnen kann.

Vergessen Sie nicht: Ein kleiner Welpe ist innerlich noch immer damit beschäftigt, die Trennung von seiner Hundemutter und seinen Geschwistern zu verarbeiten. Setzen Sie alles daran, erst einmal Vertrauen und eine gewisse Bindung zwischen Welpe und Herrchen aufzubauen, bevor Sie überhaupt erst daran denken, ihn allein zu lassen. Ein Welpe sollte erst nach ca. 12 Wochen von seiner Hundefamilie getrennt werden, um späteren Verlustängten vorzubeugen.

Welche Erfahrungen haben Sie mit diesem Thema gemacht? Wir freuen uns auf Ihre Kommentare, Tipps und Anregungen und wünschen Ihnen und Ihrem Liebling alles Gute und viel Gesundheit.

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