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Pro und Kontra zur Kastration bei Rüden

Viele Hundehalter von Rüden fragen sich, ob eine Kastration ihres Tieres sinnvoll ist. Manch andere planen das Kastrieren von vornherein ein, um eventuell auftretendes unangenehmes Verhalten der Hunde zu unterbinden. Doch ganz so einfach ist dies nicht, wie schon die Gesetzeslage zeigt. Hier legen wir Ihnen das Pro und Kontra zur Kastration bei Rüden dar und erläutern Ihnen, was alternativ möglich ist.

Grundsätzliches über das Kastrieren

Das Kastrieren ist ein operativer Eingriff unter Narkose, der Risiken für den betroffenen Hund birgt und daher gut überlegt sein sollte. Bei der Operation werden die Hoden des Rüden entfernt, was zur Unfruchtbarkeit führt. Wird eine Hündin kastriert, werden die Eierstöcke entnommen. Eine Kastration unterscheidet sich übrigens von einer Sterilisation, bei der die Samenleiter bzw. die Eileiter lediglich durchtrennt werden.

Nun geht es um die Notwendigkeit einer Kastration, was im Tierschutzgesetz (§§ 1, 5 und 6) geregelt ist. In § 1 heißt es: „Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen.“ Und in den Paragrafen 5 und 6 ist unter anderem festgelegt, dass „das vollständige oder teilweise Amputieren von Körperteilen oder das vollständige oder teilweise Entnehmen oder Zerstören von Organen oder Geweben eines Wirbeltieres verboten ist.“ Ausnahmen für das Kastrieren stellen medizinische Gründe oder Gründe zur Verbesserung des Tierwohls dar, die jedoch nur vom Tierarzt entschieden werden dürfen.

Vorteile und Nachteile der Kastration bei Rüden

Hundehalter erwägen häufig die Kastration ihres Rüden, wenn dieser Verhaltensauffälligkeiten zeigt. Dazu zählen beispielsweise ungehorsames, hyperaktives, ängstliches oder aggressives Verhalten und gesteigertes Sexualverhalten, insbesondere wenn sich eine läufige Hündin in der Nähe befindet. Manche Rüden entlaufen dann sogar oder jaulen ständig und verweigern ihr Futter.

In manchen Fällen minimieren sich diese Verhaltensmuster nach einer Kastration. Doch es gibt keine Garantie dafür. Hinzukommt, dass auch die Erziehung eine bedeutende Rolle spielt und angelerntes Fehlverhalten nicht durch das Kastrieren kuriert werden kann. Vielmehr wirkt sich eine Kastration nur auf solches Verhalten aus, welches über sexuelle Hormone gesteuert wird.

Natürlich gibt es noch weitere Vorteile, die unter Umständen für eine Kastration bei Rüden sprechen. Hier ein Überblick zu den Vorteilen:

  • zur eventuellen Verbesserung bei Verhaltensstörungen
  • zur Fortpflanzungskontrolle
  • aus medizinischen Gründen zur Abhilfe bei Erkrankungen

Die Kehrseite zur Kastration bei Rüden birgt allerdings auch Nachteile:

  • Operationsrisiko und Probleme bei der Wundheilung
  • verändertes Verhalten und Neigung zu Ängstlichkeit
  • Zunahme an Körpergewicht

Die Gewichtszunahme tritt häufig auf, da die Regulierung und Wirkung der Geschlechtshormone entfällt. Infolgedessen hat ein kastrierter Hund höheren Appetit, aber wesentlich weniger Bedarf an Energie.

Sprechen Sie alle Vorteile und Nachteile unbedingt mit Ihrem Tierarzt ab und entscheiden Sie dann, ob Sie Ihren Rüden einer Kastration unterziehen möchten.

Alternativen zur Kastration bei Rüden

Es gibt Alternativen zur unumkehrbaren Kastration bei Rüden. So ist es möglich, dem Hund einen Hormonchip zu implantieren, der sich Suprelorin-Implantat nennt. Dieser Chip simuliert eine Kastration, indem die Hodenaktivität und der sexuelle Antrieb chemisch gemindert werden. Nach dem Implantieren dauert es ungefähr sechs Wochen, bis die Wirkung vollständig einsetzt, die dann für sechs bis 12 Monate anhält. Der Eingriff benötigt keine Narkose, kann aber auch Nebenwirkungen auslösen, die Sie mit Ihrem Tierarzt besprechen sollten.

Weitere alternative Möglichkeiten zur operativen Kastration bei Rüden bieten Kastrationsspritzen und Tabletten, die allerdings nur für sechs Wochen wirken und entsprechend häufiger aufgefrischt werden müssen.

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